Nicht lange fackeln! – Naziaufmarsch am 9. September in Wien verhindern!

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Danke an alle Antifaschist*innen die am 9. September ein starkes und gemeinsames Zeichen gegen den geplanten Fackelmarsch der neofaschistischen „Identitären“ gesetzt haben und erfolgreich die Route des Naziaufmarsches blockiert haben. Hier noch ein paar Impressionen:


+++ WICHTIGES INFO-UPDATE ZU DEN PROTESTEN GEGEN DEN NAZIAUFMARSCH AM 9.9. IN WIEN +++

Aktionskarte für 9. September zum Download

Liebe Antifaschist*innen, für die Proteste gegen den „Fackelmarsch“ der neofaschistischen „Identitären“ am 9. September am Wiener Kahlenberg gibt es wichtige Informationen: Die angemeldete antifaschistische Kundgebung und Demonstration wurde behördlich genehmigt. Der Startpunkt befindet sich bei der Bushaltstelle Wagenwiese. Kommt PÜNKTLICH um 16 Uhr zum Bahnhof Heiligenstadt (U4) um eine gemeinsame Anreise zu ermöglichen. Die Neofaschist*innen treffen sich um 18 Uhr am Kahlenberg und wollen von dort aus über die Höhenstraße ihren Marsch zum Cobenzl abhalten. Kommt mit uns gegen den Naziaufmarsch auf die Straße, sagt es euren Freund*innen weiter – kein Raum für Rassist*innen und andere Menschenfeinde! Nicht in Wien oder sonstwo!

Weitere Infos sowie die Rechtshilfenummer erhaltet ihr vor Ort! Wir sehen uns am Samstag! Antifa-Demo: Nicht lange fackeln! Naziaufmarsch verhindern!


Am 9. September wollen „identitäre“ Neofaschist*innen einen Fakelmarsch in „Gedenken an die Schlacht am Kahlenberg“ in Wien abhalten. Schon ihre letzte Aktion, die menschenverachtende „Mission“, Rettungsschiffe bei ihrem Versuch, Flüchtende vor dem Ertrinken zu retten, zu behindern, ist bekanntlich ordentlich gefloppt: Schlepperei, Meuterei, U-Haft, Seenot, Embargo.

Weil ihnen das offenbar noch nicht reicht, wollen sich die selbsternannten Krieger gegen den herbei-phantasierten „Untergang“ Europas die nächste peinliche Abreibung einhandeln. Durch die rassistische Aufladung historischer Ereignisse soll gegen das Fremde in der modernen Gesellschaft mobil gemacht werden. Die Vergangenheit dient Rechtsextremen wieder einmal als legitimatorische Folie, um einerseits ein heroisch-romantisches Männlichkeitsbild des tapferen Kriegers zu entwerfen und andererseits ihre menschenverachtenden politischen Forderungen zu begründen.

Während ein Teil ihrer Kameraden, drunter ihre Führungsfigur, noch im Mittelmeer seekrank und unterversorgt auf ihrem Nazi-Schiff festsitzen, weil sie aufgrund von Protesten und Interventionen keine Anlegemöglichkeit finden, wollen die übrig gebliebenen im Windschatten des Wahlkampfes und einer möglichen Regierungsbeteiligung der FPÖ Stärke zeigen. Bezeichnend ist, dass sie dafür einen Ort außerhalb der Stadt wählen, im Glauben, dort mit weniger Protest konfrontiert zu sein. Doch diese Rechnung wollen wir zusammen mit euch nicht aufgehen lassen. Egal, wo Rassist*innen und andere Menschenfeinde aufmarschieren wollen, werden wir ihnen diesen Raum zur öffentlichen Selbstdarstellung und Propaganda streitig machen!

Die menschenverachtende „Mittelmeer-Mission“ wurde unter anderem durch die großzügige finanzielle Unterstützung der als „Alt-Right“ verharmlosten Neonaziszene in den USA ermöglicht. Die Crowdfunding-Plattform „WeSearchr“, auf der die Spenden gesammelt wurden, kommt direkt aus dieser Szene. Sogar der KKK-Führer David Duke selbst rührte die Werbetrommel für das „identitäre“ Projekt.

Es handelt sich also um genau jenen Kreis, der vor kurzem in der US-amerikanischen Stadt Charlottesville mit Hakenkreuzfahnen und Fackeln aufmarschierte. Bei diesem Naziaufmarsch wurde die Antifaschistin Heather Heyer von einem Neonazi ermordet. Dieser Vorfall hat erneut auf erschreckende Weise gezeigt, dass von den (nicht zu Unrecht) belächelten rassistischen Hampelmännern eine nicht zu unterschätzende Gefahr für all jene ausgeht, welche keinen Platz in der von ihnen erträumten „Volksgemeinschaft“ haben. Durch das gesellschaftliche Klima, welches in den USA seit der Wahl von Donald Trump vorherrscht, ist das Erstarken der Neonazis ermöglicht worden.

Dieses Phänomen ist nicht aber auf die USA begrenzt: Die rhetorischen Brandstifter*innen von Rechts befinden sich in Europa seit Jahren im Aufschwung. Schon aus Solidarität mit den unzähligen Menschen, welche durch die Politik und Rhetorik der (extremen) Rechten angegriffen und bedroht werden, bleibt Antifaschismus eine Notwendigkeit. Aus diesem Grund wollen wir uns am 9. September den Neofaschist*innen und ihrem Fackelmarsch in den Weg stellen!

Nähere Infos folgen! Haltet euch und andere am Laufenden!
NICHT LANGE FACKELN!

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