Allgemeineigene Aufrufe

Aufruf und Kritik zur Demo gegen den Linzer Burschenbundball

Am Samstag, den 10 Jänner, findet der Linzer Burschenbundball statt. Dieser stellt neben dem Wiener Akademikerball ein weiteres wichtiges Event für die extreme Rechte Österreichs dar. Bereits im vierten Jahr in Folge finden auch heuer wieder antifaschistische Proteste statt.

Egal ob Linz, Graz oder Wien, Burschis wo auch immer sie auftreten das linke Tanzbein stellen!

Letztes Jahr ist es im Vorhinein und schließlich am Rand der Demonstration von „Linz gegen Rechts“ zu unsolidarischem Verhalten dem antinationalen Block gegenüber gekommen. Wir wollen die Ereignisse von 2014 nicht unkommentiert lassen:

Nachdem bereits 2012 und 2013 vom autonom-antifaschistischen „Linzer Arbeitskreis gegen das Korporationsunwesen“ (http://antifa.servus.at/) gegen den Burschenbundball mobilisiert wurde, gründete sich 2014 das Bündnis „Linz gegen Rechts“. Dieser Schritt stellte sich als klare Abgrenzung zum bereits bestehenden Bündnis heraus und gipfelte am 8. Februar 2014 im Demo-Rauswurf des antinationalen Blocks. In Bezugnahme auf die „Ausschreitungen“, bei den eine Woche zuvor stattgefundenen WKR Protesten, war es sich „Linz gegen Rechts“ nicht schade genug wiederholt zu betonten, dass es bei ihnen friedlich zu bleiben habe. Dafür sorgten schließlich dutzende Demoordner_innen von „Linz gegen Rechts“ indem sie den antinationalen Block bzw. schwarz gekleidete Antifaschist_innen vom Rest der Demo isolierten und abdrängten. Die Polizei konnte sich somit ganz darauf konzentrieren mit Zivilbeamt_innen die Antifaschist_innen im antinationalen Block ausgiebig zu filmen und fotografieren. Damit nicht genug, zog schließlich eine Kette Ordner_innen klar die Grenze zwischen den „guten“ und der „bösen“ Teilnehmenden und kommunizierte an die Polizei, dass die Leute hinter der Order_innenkette nicht mehr zur Demo gehören.

So wurde bereits im Vorfeld, auf den Zug einer von FPÖ und Boulevardmedien angeheizten Pseudo-Gewaltdebatte aufgesprungen, um eine klare Trennlinie zwischen dem „guten“ Antifaschismus von „Linz gegen Rechts“ und dem „bösen“ Antifaschismus des antinationalen Blocks zu ziehen.
Eine ausführlicher Nachbericht und Kritik am Bündnis „Linz gegen Rechts“ findet sich auf: https://linksunten.indymedia.org/de/node/105750.

Nichts desto trotz steht außer Frage, dass sich Burschis, wo auch immer sie auftreten, in den Weg gestellt werden muss. Wir bleiben kritisch solidarisch! Wir lassen uns nicht spalten!
Darum, am 10. Jänner nach Linz, den Burschenbundball verunmöglichen!
Weitere Informationen zur Demo: http://linz-gegen-rechts.at/demo-no-pasaran-wir-weichen-nicht-zurueck-nein-zum-burschenbundball/

Back in Black!
Für ein Ende der Gewalt!