Allgemein

Über die Verhältnisse leben! Luxus und Dekadenz statt Gürtel enger schnallen!

m31!

Viennese part of M31 – european action day against capitalism

Samstag, 31.03.2012, ab 14:00
Marcus Omofuma-Denkmal (Museumsquartier / Mariahilfer Straße, Wien)

Den Aufruf findet ihr hier

14:00 Linksradikales Straßenfest
Mit guter Musik, unzähligen Infotischen, radikalen Redebeiträgen, schmackhafter Volxküche, kühlen Getränke, unschlagbarer Siebdruck-Werkstatt und vielem mehr.

15:00 Kritische Intervention
…auf der vorbeiziehenden Demo gegen Vorratsdatenspeicherung. Aufmerksamkeit erregen und die falsche Kritik zerstreuen.

16:00 Über die Verhältnisse denken
Workshop zur Krise
Theoriebüro (Wien)

17:00 Hedonistische Fahradspiele
Bikekitchen (Wien)

18:00 Selbstlaut & Yasmo – live!
HipHop, Wien

19:00 Movie-Screenig

From Greece, with Love
Riot-Video Collection aus Griechenland

Kropotkin, die kommende Revolution

Eine Collage zur kommenden Revolution.

20:00 Über die Verhältnisse raven!

EyesWideBlack – live!
Synaptic Damage, Wien

Imun
U.T.S, Wien

Franz Autobahn
G1/Décadence, Graz

J. Detroit – visuals
G1/Décadence/Alerta, Wien

In Zukunft werde man die Gürtel etwas enger schnallen müssen, man könne sich darauf einstellen, es nicht mehr so gut zu haben wie bisher, da man in den letzten Jahren über die Verhältnisse gelebt habe. Dieser und anderer Sparfuchsrhetorik begegnet man zurzeit an jeder Ecke. Durch ideologische Deutung à la „verkauft doch eure Inseln ihr Pleitegriechen“ (Leitl) oder Hetze gegen „Sozialschmarotzer_innen“ und „raffgierige Manager_innen und Spekulant_innen“ lassen sich nicht nur die massiven Folgen der Krise auf die konjunkturschwachen und abhängigen Staaten der europäischen Peripherie und auf Lohnabhängige abwälzen. Sie sind auch ideologische Reflexe, die eine scheinbare Erklärung dafür liefern, warum der Kapitalismus trotz der ganzen Plackerei immer wieder in Krisen gerät. Dabei hat die derzeitige Krise des Kapitals ganz andere Ursachen. Diese liegen im kapitalistischen System selbst begründet, mit seiner alltäglichen Profitlogik und dem stummen Zwang zur Konkurrenz, dem wir alle, ob wir wollen oder nicht, unterworfen sind. Doch diese Verhältnisse sind von Menschen gemacht und können daher auch von uns verändert werden. Wir wollen nicht weiter in diesen Verhältnissen leben, sondern über sie hinaus. Deshalb machen wir keine Verbesserungsvorschläge, sondern wollen den engen Korridor der Möglichkeiten im Bestehenden bis auf seine Grundmauern niederreißen. Seien wir im aufgeklärtesten Sinne destruktiv! Denn es geht um nichts weniger, als die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und die Einrichtung der Gesellschaft nach humanen Zwecken.