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Nie wieder Ulrichsberg – NS-Verherrlichung stoppen!

Alle Jahre wieder:

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Nachdem im letzten Jahr, auch aufgrund langjähriger antifaschistischer Proteste, das Ulrichsbergtreffen erstmals seit 50 Jahren nicht stattfinden konnte, wird im heurigen September leider wieder zu dieser rechts-revisionistischen Veranstaltung der Wehrmacht- und Waffen–SS-Veteranen, Neonazis und Politikprominenz nach Koroška (Kärnten) geladen.

Doch diesmal dürfen die braunen Kameraden ihr Großevent leider nicht mehr auf ihrem geliebten deutschen Berg abhalten – noch immer weigert das Bundesheer sich, die nicht mehr gehfähigen Veteranen, wie viele Jahre zuvor, zur Gedenkfeier am Gipfel zu chauffieren. Und dann kommt noch die Gemeinheit hinzu, dass es nur einer beschränkten TeilnehmerInnenzahl erlaubt ist, der samstäglichen Kranzniederlegung am Berg teilzunehmen. Stattdessen wird ganz offiziell, mit Unterstützung des Landes Kärnten sonntags zur großen Feier am Zollfeld beim Herzogsstuhl, am Fuße des Ulrichsbergs, eingeladen. Back to the roots. Denn bevor die Gedenkstätte am Ulrichsberg ab 1958 zum zentralen Kundgebungsort für NS-Verherrlichung avancierte, fand das sogenannte Heimkehrergedenktreffen seit 1949 am Zollfeld bei Maria Saal statt.

Obwohl das Treffen im letzten Jahr offiziell von der Ulrichsberggemeinschaft abgesagt wurde und alleine die Kärntner FPÖ eine Kranzniederlegung organisierte, beteiligten sich eine Vielzahl hochrangiger Neonazis an den Feierlichkeiten. Darunter zwei der bekanntesten österreichischen Neonazi-Größen, Gottfried Küssel und Hans-Jörg Schimanek Jr., die zusammen mit ihrem nicht minder bekannten Kameraden Ricardo Sturm aus Leipzig die antifaschistische Gegendemonstration brutal attackierten. Auch heuer kann wieder damit gerechnet werden, dass viele Neonazis der Feier beiwohnen werden. Kein Wunder eigentlich, wird ihnen bei den U-Berg Feierlichkeiten doch einiges geboten: Neben der Täter-Opfer-Umkehr, dem Leugnen von NS-Verbrechen und dem Glorifizieren von nationalsozialistischen Einheiten und Organisationen, was einen positiven Bezug auf den Nationalsozialismus als Ganzes ermöglicht, wird der “Krieg gegen den Bolschewismus” (rassistischer Vernichtungskrieg im Osten) abgefeiert und alte Feindbilder wie PartisanInnen und SlowenInnen beschworen. Die Geschichte wird so umgelogen und für Nazis und das Nachkriegs-Österreich brauchbar gemacht, frei von jeder Schuld.

Wir werden auch diesmal diese offene NS-Verherrlichende Feier nicht ohne Protest über die Bühne gehen lassen!

Deshalb rufen wir am Sonntag zur antifaschistischen Demonstration auf, am 19. September um 08:30 Uhr am Bhf. Maria Saal // gemeinsame Anreise aus Celovec (Klagenfurt) um 08:04 Uhr (Abfahrt-ÖBB) am Hbf.

Ab 13.00 Uhr wird es am Samstag, den 18. September einen Infopoint in der Klagenfurter Innenstadt geben.

Deutsche Täter sind keine Opfer! // NS-Verherrlichung stoppen! // Nie wieder Ulrichsberg – auch nicht am Zollfeld!

Nähere Infos zum Ulrichsberg und zu den antifaschistischen Gegenaktivitäten findet ihr auf:
http://www.u-berg.at

AK gegen den Kärntner Konsens, autonome antifa koroška, Mayday 2000 Graz, KSV_lili Kärnten/Koroška